Die 368. Weinstrassen-Legion

Jedes Reych kann einen Orden stiften, der das häufige Einreiten belohnt — den Einrittorden. Die meisten sind ein Aufnäher mit einem Titul. Die 368. Weinstrassen-Legion ist etwas anderes: eine römische Legion mit sieben Dienstgraden, einem Feldherrn namens „’s Cäsarche“ und einer Beitrittsregel, die in antiken Längenmaßen rechnet.

Der Beschluss

Das Statut des Einrittordens „368. Weinstrassen-Legion“ wurde vom Oberschlaraffenrat am 7. Christmond a. U. 148 beschlossen — im Dezember 2007 nach profaner Zählung. Vorher hatte das Reych den Orden schon geführt; die Zeytung berichtet von einem „neu geschaffenen Orden in Form eines Aufnähers“, der durch fünf plus einen Einritt in einer Winterung zu erwerben war, mit einem Elwetritsche-Motiv nach einem Entwurf aus dem eigenen Reych. Der Ratsbeschluss von 2007 hat daraus geltendes Recht gemacht.

Die sieben Dienstgrade

Die Legion kennt eine Rangfolge, und sie ist vollständig römisch:

Der zuletzt erreichte Dienstgrad wird in die Allschlaraffische Stammrolle eingetragen. Ein Aufnäher kennzeichnet ihn nach außen; zur Aufnahme gehören außerdem eine Urkunde und ein Wappenschild.

’s Cäsarche

Geführt wird die Legion von einem Ritter des Reyches mit dem Titul „’s Cäsarche“. Er wird beim jährlichen Appell der 368. Weinstrassen-Legion von den Rittern des Reyches mit einfacher Mehrheit für eine Jahrung gewählt; zweimalige Wiederwahl ist zulässig. Beim Appell nimmt er auch die Ernennungen vor. Dass der oberste Feldherr eine pfälzische Verkleinerungsform trägt, ist kein Versehen — es ist der ganze Witz in einem Wort.

Die Rechnung mit den Stadien

Nun die Regel, die diesen Orden einmalig macht. Wer die Legion erwerben will, muss einreiten — sechs Mal. Wie viel Zeit er dafür hat, hängt davon ab, wie weit sein Reych entfernt liegt, und die Grenze ist nicht in Kilometern gezogen, sondern in römischen Stadien:

Warum 368 Stadien? Weil das Reych die Nummer 368 trägt. Die Zahl ist kein Maß, sie ist ein Einfall, der zufällig ein Maß ergibt. Der Einrittsnachweis wird im Schlaraffenpass geführt; Einritte zählen erst nach dem Erwerb des Passes.

Wer nicht aufsteigen kann

Eine Sonderregel betrifft die eigenen Leute: Alle Sassen des Reyches „An der Weinstrasse“ erhalten nach ihrem Ritterschlag den Dienstgrad Legionär — und dabei bleibt es. Eine Dienstgraderhöhung ist für sie nicht möglich. Junker und Knappen werden erst nach dem Ritterschlag in die Legion aufgenommen; eine Anwartschaft können sie vorher erwerben. Der Orden ist also nicht dazu gedacht, die eigene Ritterschaft zu staffeln, sondern die Gäste zu ehren, die immer wieder kommen.

Die Nahzone — einundzwanzig Reyche

Ein Anhang zum Statut verzeichnet die Reyche innerhalb der 136,3 Kilometer. Diese Liste ist selbst ein Stück Landkarte — sie zeigt, wie dicht Schlaraffia in der Pfalz und ihrer Nachbarschaft steht:

Asciburgia (29) · Wormatia (39) · Maninheimbia (40) · Wiesbadensia (42) · Moguntia (45) · Carolsuhu (49) · Haidelberga (53) · Francofurta (76) · Aurelia Aquensis (86) · Tarimundis (121) · Sarebrucca (158) · Perla Palatina (163) · Porta Hercyniae (173) · Pfalzbruggen (237) · An den Zwo Pruggen (269) · Palatium Barbarossae (278) · Heylbronnen (286) · Landes-Aue (305) · Aula Regia (342) · Fulkolinga (360) · Am Odinwald (395)

Verliehen wird die Legion in einer Rheynschiffer-Sippung. Das Reych führt daneben weitere Tituln in derselben Bildwelt — Plankenschrubber, Deckoffizier, Gallionsfigur, Klabautermann der Rheynschiffer —, die an das Wasser erinnern statt an die Straße.

Die Angaben dieser Seite folgen dem Statut des Ordens und den Meldungen der Deutschen Schlaraffen-Zeitung, wie sie im elektronischen Allschlaraffischen Reychsarchiv verzeichnet sind. Maßgeblich ist immer die geltende Fassung des Statuts; wer die Legion erwerben möchte, frage im Reych nach dem aktuellen Stand.

Zusatzinformationen

Die 368. Weinstrassen-Legion Die Wurstmarktsippung Von Bad Dürkheim nach Perth

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