Wurstmarktsippung und Michaeliskapelle
Ohne die Michaeliskapelle gäbe es keinen Wurstmarkt und somit auch keine Wurstmarktsippung
Die Michaeliskapelle
ist der Ursprung des gesamten Wurstmarkts – und damit auch der historische Bezug zur Wurstmarktsippung. Kurz gesagt: Ohne die Michaelis-Kapelle gäbe es den Wurstmarkt nicht und somit auch nicht die Wurstmarktsippung.
🕍 Ursprung: war eine Wallfahrt zur Michaeliskapelle
Der Michelsberg wurde 1155 erstmals als Monte sancti Michaelis erwähnt. Schon damals pilgerten Gläubige zur kleinen Kapelle.
Rund um diese Wallfahrt entstanden kleine Märkte, auf denen Bauern, Winzer und Handwerker ihre Waren anboten.
1417 wurde dieser Markt erstmals urkundlich erwähnt
– am Michaelistag, direkt bei der Kapelle.
🍷 Vom Wallfahrtsmarkt zum Wurstmarkt
Das Treiben wurde immer größer, sodass der Markt 1577 ins Tal verlegt wurde – auf die Brühlwiesen, wo er heute stattfindet.
Aus dem religiösen Michaelismarkt wurde schließlich der Wurstmarkt, der Name taucht 1832 erstmals auf.
Die Kapelle verlor später ihre Bedeutung und wurde 1601 abgerissen.
Und erst in den Jahren 1988 - 1990 wieder neu aufgebaut
🎭 Heutiger Bezug: Eröffnung direkt unterhalb der Kapelle
Auch heute spielt die Michaeliskapelle eine sichtbare Rolle im Festablauf:
Der große Wurstmarkt‑Aufzug endet unterhalb der Michaeliskapelle.
Dort beginnt jedes Jahr das historische Eröffnungsschauspiel, das die Entstehung des Wurstmarkts nachstellt – also genau die Geschichte rund um die Kapelle.
🦉 Bezug zu der „Wurstmarktsippung“
Sippung bedeutet gesellige Runde, so ist unsere Wurstmarktsippung unsere pfälzische Interpretation dessen, was schon vor 600 Jahren rund um die Kapelle geschah:
Menschen treffen sich, trinken Lethe, atzen Wurst und feiern.
Damit knüpfen wir direkt an die Ursprungsfunktion der Michaeliskapelle an –
📌 Kurzfazit
Die Michaeliskapelle ist der historische Geburtsort des Wurstmarkts.
Alles, was heute „Wurstmarkt“ heißt – Wein, Wurst, Geselligkeit – begann genau dort. - und Ohne die Michaeliskapell gäbe es keine Wurstmartsippung.
In diesem Jahr wurde die 144. Wurstmarktsippung, der Schlaraffen "An der Weinstrasse" unter dem Modell der Michaeliskapelle (siehe Foto) eröffnet.
Ein Schlaraffenbruder aus Ludwigshafen hat dieses Modell, das von dem Krippenbaumeister Horst Ehrhardt erschaffen wurde, gespendet.
lulu